HEINZ MACK
Kinetik
Heinz Mack in seiner Ausstellung Heinz Mack. Kinetik, 2011, Museum Abteiberg, Mönchengladbach, © VG Bild-Kunst, Bonn 2026, Foto: Reginald Weiss
Anlässlich des 80. Geburtstags von Heinz Mack präsentiert das Museum Abteiberg in Mönchengladbach – an seinem Wohn- und Schaffensort – frühe und teilweise unbekannte kinetische Skulpturen des Künstlers.
Rund vierzig Objekte mit Motoren und Lampen, Metallspiegeln und beweglichen Elementen verschiedenster Art kommen in der Gartenebene des Museums zusammen und geben einen Eindruck von erstaunlich vielfältigen Ideen und Experimenten sowie von fundamentalen theoretischen Auseinandersetzungen über Dynamik und Struktur in seinem Werk. Auch Filme und Dokumentarfotos von frühen Aktionen werden zu sehen sein, mit ihnen die Grenzüberschreitungen und Ausbrüche aus dem musealen Raum, welche die dynamische Energie seines Kunstbegriffs vermittelt. Flankiert von den Sammlungsbereichen der europäischen und amerikanischen Kunst der 1960er Jahre entsteht ein neuer Blick auf die einst revolutionären Gedanken von Heinz Mack, der auch als Mitbegründer von ZERO Kunstgeschichte schrieb.
Die Ausstellung im Museum Abteiberg fand parallel zur großen Retrospektive von Heinz Mack in der Bonner Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland und einer Ausstellung über das zeichnerische Œuvre des Künstlers im Museum Kunstpalast in Düsseldorf statt (beide bis 10. Juli 2011).
Dem kinetischen Werk von Heinz Mack wurde am 28. Mai 2011 ein Symposium im Museum Abteiberg gewidmet. Junge Wissenschaftler:innen der Kunstgeschichte, Medien-, Natur- und Computerwissenschaften sowie aus dem Bereich aktueller Restaurierungsprojekte kamen zusammen und diskutierten sowohl über die kunsthistorische Aufarbeitung dieses Werks, als auch über Fragen der restauratorischen Konservierung und über die Vermittlung der ebenso kunst- wie zeit- und wissenschaftshistorisch bedeutenden Visionen kinetischer Kunst.
Publikation