ANTJE MAJEWSKI
Der Apfel. Eine Einführung (immer und immer und immer wieder)
ANTJE MAJEWSKI Der Apfel. Eine Einführung (immer und immer und immer wieder), 2015, Museum Abteiberg Mönchengladbach, Foto: Uwe Riedel
Diese von Antje Majewski und Paweł Freisler initiierte Ausstellung zum Thema Äpfel ist ein gleichermaßen künstlerisches wie auch wissenschaftlich-kulturhistorisches Projekt, das sich mit einer Pflanzaktion unter Beteiligung vieler städtischer Gruppen in den Stadtraum hinein erweitert.
Paweł Freislers getrocknete und beschnitzte Äpfel wie auch Antje Majewskis Gemälde von Apfelsorten zeigen den Apfel als ein Meditationsobjekt, das über Natur und Zeit nachdenken lässt. Natürliche und künstliche Klone, die Äpfel selbst und ihre High-Tech-Repliken bringen eine überraschende Parallele von Natur und Technologie ins Bewusstsein.
Antje Majewski unternimmt mit ihrem Film Die Freiheit der Äpfel eine faszinierende Fallstudie zur Biodiversität und vergegenwärtigt die komplexen Beziehungen zwischen globaler Lebensmittelwirtschaft und technologischem Fortschritt. Agnieszka Polskas Videoarbeit führt hinein in Freislers legendären Garten. Jimmie Durhams Apfelsaftflaschen schließlich wurden für die dOCUMENTA (13) produziert, bei der auch zwei Apfelbäume gepflanzt wurden.
Erstmalig erweitert sich eine Ausstellung zu einem künstlerisch-ökologischen Projekt für die Stadt, als Teil des Außenprojekts Ein ahnungsloser Traum vom Park. Ende Oktober sollen hundert Bäume alter niederrheinischer Apfelsorten an öffentlichen Orten in der Stadt gepflanzt werden. Ihre Äpfel werden allen Mönchengladbacher:innen zur Verfügung stehen.
Antje Majewski und Paweł Freisler mit Agnieszka Polska, Jimmie Durham und Piotr Życieński in Zusammenarbeit mit Fundacja Transformacja (Łódź), Eckart Brandt (Boomgarden-Projekt) sowie in Mönchengladbach: Transition Town Initiative, BergGartenOase, Margarethengarten, JUKOMM im STEP, Stiftisches Humanistisches Gymnasium, VHS, Grünflächenamt, NABU NRW, Baumschule Morjan
Die städtische Volkshochschule, das Stiftische Humanistische Gymnasium und das Jugendzentrum JUKOMM im STEP am Hans-Jonas-Park wirken als Nachbarn des Museums dabei ebenso mit wie Aktivist:innen der lokalen Garten-Initiativen‚ BergGartenOase der Transition Town Initiative und Margarethengarten des Waldhaus 12 e.V.