Museum Abteiberg


2. Sparda-Museums-Nacht
Freitag, 23. Januar, 19 -24 Uhr

Eintritt frei!

 

 

 

Aktuelle Ausstellung: OPEN DRESSNAIRY
BAGHRAMIAN mit LUKAS DUWENHÖGGER, DANH VO und LUTZ BACHER

Freitag, 23. Januar, 19 – 24 Uhr        

 

 

 

Programm

19.30 Uhr:        
Puppentheater - Der Kasperkoffer, für Kinder von 4 – 10 Jahren  

20.00 Uhr:       
Führung zur Ausstellung  „OPEN DRESS“

21.00 Uhr:       
Theater - Klamms Krieg – Der Lehrer ist (nicht) schuld –  für Jugendliche und Erwachsene

22.00 Uhr:        
Konzert: IcelandIceland

Das Museumscafé bietet diesmal gesunde Öko und Veggi –Burger mit Süßkartoffel-Pommes-Frites und leckeren Dips an.  

 

Die Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda Bank West fördert das aktuelle Ausstellungsprojekt OPEN DRESS und jetzt erstmalig auch zwei außergewöhnliche Freitagabende im November und Januar, an denen die Türen des Museums Abteiberg nochmals von 19 Uhr bis Mitternacht geöffnet werden. Für Kinder, die länger aufbleiben wollen. Für Jugendliche, die Lust auf spannendes Theater haben und für Erwachsene und Jüngere, die mehr über die aktuelle Ausstellung wissen wollen. 
Der Eintritt ist frei und auch das Museumscafé spielt mit. Dort werden am 23. Januar kultverdächtige Burger angeboten.
Und für alle, die wirklich lange aufbleiben, gibt es dann zum Schluss gute Musik.

Bereits zum dritten Mal fördert die Stiftung der Sparda-Bank West das Museum Abteiberg. Nach den Projekten von Morgan Fisher im Jahr 2011/2012 und Cezary Bodzianowski in 2012/2013 geht es in OPEN DRESS erneut um sehr aktuelle Inhalte der internationalen Gegenwartskunst: Die deutsch-iranische Künstlerin Nairy Baghramian lud drei Kollegen ihrer Wahl zu einer Ausstellung, die drei unterschiedliche Situationen hat und immer wieder neu von den Künstlern selbst bestimmt wird. Idee der neuartigen Sparda-Nacht ist es, auf die geförderte Ausstellung aufmerksam zu machen und mit Lesungen, Theater, Gesprächen und Musik weitere Anregungen zu geben.

Das Programm der 2. Sparda-Nacht am 23. Januar beginnt um
19.30 Uhr mit einem Puppentheater.
Der Kasperkoffer zeigt: Der Tränenbrunnen, ein Kaspermärchen in 5 Akten von Christoph Stüttgen, für Kinder ab 4 Jahren und Erwachsene.
Am Tag vor der Hochzeit verschwindet der Prinz, von einer Nixe angelockt, in einen tiefen Brunnen. Um ihn zu retten, muss die Prinzessin den Brunnen mit Tränen füllen. Doch immer bei Vollmond schläft sie ein und sie träumt von einem alten durstigen Drachen. Nun sollen der Kasper und die Kinder den Brunnen bewachen, doch plötzlich erscheint der Drache leibhaftig……
Christoph Stüttgen holt seit 39 Jahren den Kasper aus dem Koffer. Mit Stücken aus eigener Feder, selbstgefertigten Puppen, Bühnenbildern und Requisiten wird gezeigt, wie eine alte Tradition unsere Zeit bereichern kann.

21.00 Uhr: Theateraufführung Klamms Krieg – Theaterstück von Kai Hensel
Klamm, Deutschlehrer, steht vor seiner Klasse und verteidigt sich. Im Abi-Jahrgang, eine Stufe drüber, hat sich ein Schüler das Leben genommen. Die Klasse hat Klamm darauf den Krieg erklärt. Sie gibt dem Lehrer die Schuld, weil er sich geweigert hat, seinem Schüler den einen rettenden Punkt in Deutsch zu geben. Klamm rechtfertigt seine Entscheidung und nimmt den Kampf auf: gegen die Klasse, die Kollegen, die Schule, das ganze Schulsystem und verrennt sich im Kampf gegen Gleichgültigkeit und Schlendrian. „Schule ist Zwang“, sagt Klamm, „und Lehrer wie Schüler verdanken diesem Zwang ihre gemeinsame Existenz“. Doch dieser Zwang wendet sich mehr und mehr gegen den, der diese Prinzipien zu verteidigen sucht. Klamm wird in seinem Krieg um Prinzipientreue und Gerechtigkeit zu einer tragischen, fast dämonischen Figur. Es entsteht ein provozierender Monolog über Gewalt und Abhängigkeiten in der Schule.
Klamms Krieg ist eine schonungslose Auseinandersetzung mit dem deutschen Schulsystem, das seinerseits Fragen spiegelt, die außerhalb der Bildungsinstitution im Raum stehen: Was hat heute noch einen Wert? Wofür lohnt es sich zu kämpfen? Und was passiert, wenn man diesen Kampf um Werte ernsthaft aufnimmt? Das Stück hinterfragt sehr direkt die Situation an unseren Schulen.
Die Geschichte eines Lehrers, eines Schülers und einer gesamten Klasse bietet für das Publikum immer wieder Möglichkeiten, den Bezug zu eigenen Erlebnissen in der Schule herzustellen. Jeden geht es an, jeder hat Schule erlebt, jeder ist betroffen. Es geht nicht darum, irgendeiner Seite in der Schule Vorwürfe zu machen, sondern über Zustand und Sinnhaftigkeit unseres heutigen Schulsystems, über die Beziehungen zwischen den LehrerInnen und SchülerInnen nachzudenken und darüber ins Gespräch zu kommen.

Schauspieler: Markus Rührer Markus
Rührer ist am Theater Krefeld und Mönchengladbach kein Unbekannter. Er war in der vorletzten Spielzeit mehr als 62 mal als Lehrer Klamm in „Klamms Krieg˝ zu sehen und spielt aktuell den Jim Knopf in der neuen Inszenierung von „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“.Er wurde 1966 in Nürnberg geboren und erhielt seine Ausbildung an der renommierten Schauspielschule „Der Keller˝ in Köln. Engagements führten ihn u.a. nach Neuss, Graz, Coburg, Moers und Gießen. Zuletzt arbeitete er am Theater Oberhausen und am Schauspiel Essen. Er spielte die Titelrollen in „Macbeth“ , „Tartuffe˝ und „Amphitryon˝ ebenso wie den ,Behringer’ in Ionescos „Die Nashörner˝.
Außerdem führt er auch  Regie und inszenierte u.a. Gabriel Baryllis „Honigmond˝ für das Essener Katakomben-Theater sowie das Kinderstück „Quietsch die Ente˝ am Stadttheater Gießen.
Seit einigen Jahren ist er auch als Schauspiellehrer tätig.

22 Uhr, Konzert IcelandIceland
harmonischer Indie-Rock mit Hitpotential

Alexander Pryzbilla - Drums 
Jens Kandziora - Bass/Vocals
Kevin Duisdicker - Guitars/Vocals
Marcel Schillings - Guitars/Vocals