Museum Abteiberg

Museum education

Museumspädagogik

The museum education service provides visitors with a wide range of options for engaging with the exhibited art and the museum architecture, including guided tours, discussions and practical work in arts classes.

These education services are available to both individuals and groups. They comprise different programmes for schoolchildren, students and adults.

Free theme tours, which visitors can join without prior notice, are provided on the 1st and 3rd Sunday of each month at 11:00.
Individual tours can be booked 3 weeks in advance on +49 2161-252636.
Tours for schoolchildren mostly end with a practical class.
An overview of themes for teachers can be downloaded as a PDF file here:
download Themes for Schoolchildren

Practical art courses for adults and children are held regularly on a range of art themes and techniques (see menu item: Arts Courses)
Work from the art courses can be viewed here.


Lectures on modern art history are held at irregular intervals in the lecture room (see menu item: Lectures)

An audio guide is available at the ticket office, providing a brief and well structured introduction to important works in the collection.

Kontakt:

Uwe Riedel
+49 2161-252636
riedel@museum-abteiberg.de

Die nächste Preview für Lehrer:
Donnerstag, 10. November 2016 um 17.00 Uhr
ANNE-MIE VAN KERCKHOVEN

Anne-Mie van Kerckhoven
What Would I Do in Orbit

13. November 2016 – 26. Februar 2017

Das Einwirken von Medialisierung, Digitalisierung, Technologie, Wissenschaft, den Vorstellungswelten von künstlicher Intelligenz auf unser heutiges Ego ist sehr früh von der belgischen Künstlerin, Performerin und Musikerin Anne-Mie Van Kerckhoven (*1951) thematisiert worden. Rund 40 Jahre umfasst inzwischen ihr multimediales Werk, in dem Selbstbetrachtung, komplexe interdisziplinäre Theorien, alte Mystik und neue Forschungsfelder zusammenkommen.

Im Werk von Anne-Mie Van Kerckhoven geht es um ein menschliches Gehirn, das die Komplexität und die absurden Widersprüche des 20. Jahrhunderts bereits sehr jung invasiv verinnerlicht hat.
Die Phänomene der Manipulation in der Filmmontage. Die Indoktrinationen durch Bilder, die künstliche Collagen sind. Phänomene vemeintlicher „Gegenwart“, die schmerzen. Es geht um das Un- und Unterbewusste, die Versenkung in das Innere des Denkens, in die Evolutionen dieses Denkens, ausgestülpt bzw. visualisiert durch Zeichnungen, Diagramme, bearbeitete Fotografien und Texte.
Eine wenig bekannte Vorläuferschaft und Aktualität wird in der Ästhetik Van Kerckhovens sichtbar: bereits seit den frühen 1980er Jahren gilt hier die parallele Existenz bzw. auch die Montagefähigkeit von analogen und digitalen künstlerischen Medien.

Das Werk von Anne-Mie Van Kerckhoven führt vom heutigen Phänomen exzessiver Selbstbetrachtung (omnipräsent u.a. im Medium der ‚Selfies’) zurück in die unsicheren Zustände des Denkens, gewissermaßen ‚unter die Oberfläche’ unserer Ideal- und Wunschportraits. In Van Kerckhovens ‚futuristischer’ Perspektive der 1970er und 80er Jahre – trashigen, gebrochenen, dennoch auf eine Zukunft gerichteten Bildern ergibt  sich eine interessante Beziehung zum Zukunftsbild in künstlerischen Bild- und Textwelten der heutigen Zeit.

Die in Antwerpen lebende Künstlerin studierte in den 1970er Jahren Grafikdesign und beschäftigte sich parallel mit philosophischen und naturwissenschaftlichen Theorien. Sie arbeitete dabei zunächst im Medium der Zeichnung – dem Medium, das sie damals mit dem Vorteil der leichten Kommunikationsfähigkeit und Multiplizierbarkeit/Verbreitung verband – und erweiterte es im Laufe der Jahre hin zu einem Instrument für multimediale, räumliche und filmische Darstellungen von Gedanken, Emotionen, Innenwelten.

Anne-Mie Van Kerckhoven realisiert im Museum Abteiberg eine Ausstellung die Werke aus allen Werkphasen zeigt, ganz neue mit frühesten Arbeiten verbindet, dabei Malerei, Zeichnung, Collage, Materialien wie Plastik, Folien, fluoreszierende Farben, Kopiertechnik und Computeranimation zusammenbringt und jeweils eine filmische Animation ins Zentrum setzt. Der räumliche Aufbau wird zu einer abstrakten Installation des inneren Denkens.

Nach Besichtigung der Ausstellung besteht die Möglichkeit zur Diskussion bei einem kleinen Snack und einem Glas Wein in unserer Cafeteria.
Wir hoffen sehr, dass Sie zahlreich teilnehmen und freuen uns, wenn Sie auch interessierte Kolleginnen und Kollegen auf dieses Angebot aufmerksam machen würden.
Die Veranstaltungwird spätestens um 19.00 Uhr beendet sein.