Museum Abteiberg

 

Neue Skulpturengruppe für Mönchengladbach

Rita McBride gewinnt Wettbewerb für den neuen Stadtplatz

PRESSEMELDUNG DER STADT MÖNCHENGLADBACH

 

"Donkey's Way" von Rita McBride für den neuen Stadtplatz.

Jury entscheidet den Wettbewerb um eine künstlerische Arbeit für den Sonnenhausplatz, für die mfi 297.000 Euro spendet: sieben bronzene Esel und nachtleuchtende Linien

 

Die international renommierte Bildhauerin und Rektorin der Kunstakademie Düsseldorf, Rita McBride, hat den von der mfi management für immobilien AG gestifteten und von der Stadt Mönchengladbach und der mfi unter der Kuratorenschaft von Markus Ambach (MAP) durchgeführten Kunstwettbewerb „Neue Nachbarschaften – Kunst für den Sonnenhausplatz“ in Mönchengladbach mit großer Mehrheit für sich entschieden. Das Projekt von Rita McBride wird Teil der Platzgestaltung rund um den Sonnenhausplatz und das neue mfi Einkaufszentrum MINTO, das im Frühjahr 2015 eröffnet.

 

„Rita McBrides Entwurf "Domkey's Way" handelt von der modernen Stadtplanung und den Wegen der Menschen. Quer über den gesamten Platz bis hinein ins neue Einkaufszentrum verlaufen nachtleuchtende Linien, welche die Wegbeziehungen zwischen den neuen und alten Nachbarn markieren. Dieses Netzwerk erhält an zentraler Stelle eine skulpturale Erklärung: Dort steht in markanter wie zufällig wirkender Situation eine Gruppe von sieben bronzenen Eseln versammelt“, so Jurymitglied Susanne Titz, Direktorin des Museums Abteiberg, zur Juryentscheidung. Träger des Projekts sind die Kunststiftung im Museum Abteiberg sowie die Stadt Mönchengladbach.

 

Weiter erläutert Susanne Titz: „In Reflexion eines Zitats des berühmten Architekten Le Corbusier, der den Esel als wegweisend für die Entwicklung der Städte sah, weist Rita McBride über die Totalität einer gescheiterten Moderne hinweg und wieder neu auf Le Corbusiers komplexe Symbolik der gewundenen Eselwege und der geraden Wege des modernen Menschen. Sie zeichnet in ihrer Arbeit die Spuren und Wege der Bewohner, Anlieger und Nutzer der Städte auf“. Ihr leuchtendes Netzwerk von Linien verbindet die Akteure der Stadt – ob Jugendzentrum, Altenheim, VHS, Museum oder MINTO – und lässt sie sich auf Augenhöhe begegnen. Der Esel als subtiles Symbol einer praxisorientierten Klugheit, die auf Kontext und Lebensumstände reagiert, anstatt sich rigoros über sie hinweg zu setzen, wird zum Symbol einer offenen Stadt, die sich aufmacht, ihren Bürgern zuzuhören, anstatt rigiden Planungsentwürfen zu folgen.

 

Im Rahmen der Wettbewerbsentscheidung gab jetzt Carsten Faust, mfi-Projektleiter des MINTO, bekannt, dass die mfi AG der Stadt Mönchengladbach einen Betrag in Höhe von 297.500 Euro gespendet hat. Das Essener Unternehmen unterstützt damit die Realisierung der künstlerischen Arbeit, die in den kommenden Monaten entstehen wird: „Als Mitgestalter des öffentlichen Raums in Mönchengladbach möchten wir unserer Verantwortung gerecht werden, das Stadtbild attraktiv und lebendig zu gestalten“, sagt Carsten Faust. Im Rahmen der Initiative „Kunst am Bau“ gibt die mfi AG für viele ihrer Einkaufszentren ein eigenes Kunstwerk in Auftrag. In Mönchengladbach hat man sich für einen anderen Weg entschieden: „In diesem Fall freuen wir uns, die Umgebung rund um das Shopping Center mit gestalten zu können. Mit dem Wettbewerb unterstützen wir in erster Linie die Entstehung eines Kunstwerks, das den gesamten, sich neu entwickelnden Stadtkern rund um das MINTO prägen wird und gleichzeitig Blickkontakt mit dem Einkaufszentrum hält.“ 

 

Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners, stimmberechtigtes Mitglied in der siebenköpfigen Jury, die Rita McBrides Werk unter insgesamt drei Entwürfen auswählte, sagte nach der Entscheidung: „Ich freue mich über die Initiative von mfi, sich in dem Maße für die Platzgestaltung einzusetzen. Der neue Cityplatz, der das Einkaufscenter, das Museum Abteiberg und den Hans-Jonas-Park miteinander verbindet, verleiht dem zentralen Ort eine neue Identität. Dabei spielt insbesondere auch das neue Kunstwerk als Ausrufezeichen für die angrenzende Kulturmeile und Blickfang eine wesentliche Rolle“.

 

Im Umfeld des Sonnenhausplatzes und des neuen mfi Centers befinden sich verschiedene städtische Anlieger: die städtische Volkshochschule, das Jugendzentrum STEP sowie das Museum Abteiberg, eines der international wichtigsten Häuser zeitgenössischer Kunst. Sie alle werden in Zukunft durch den Sonnenhausplatz und die Arbeit von Rita McBride verknüpft. Der Nachbarschaftsgedanke spielt bei der städtebaulichen Entwicklung des Quartiers eine entscheidende Rolle. „Ziel des künstlerischen Wettbewerbs ist unter anderem die Frage, wie Kunst im öffentlichen Raum Mehrwerte schaffen und Nachbarschaft symbolisieren kann“, sagt Dr. Marion Agthe, Kunstbeauftragte der mfi AG. Agthe ist auch Mitglied der Jury. „Mit der Arbeit von Rita McBride unterstützen wir in Mönchengladbach nachhaltig den gelungenen Versuch, eine Synthese von Architektur, Kunst, Stadtplanung und den Bewohnern zu schaffen.“

 

Kuratiert wird der Kunstwettbewerb „Neue Nachbarschaften“ zur Gestaltung des Sonnenhausplatzes von Markus Ambach (MAP). “Zum Wettbewerb wurden drei KünstlerInnen eingeladen. Schon im Vorfeld wurden die Anlieger durch verschiedene Projekte wie „Ein ahnungsloser Traum vom Park“ in die Entwicklungen mit einbezogen. Der Platz und die künstlerische Arbeit werden Teil eines großen kulturellen Ensembles, das sich über den gesamten Abteiberg erstreckt.“ (pmg/sp)

 

Eine Animation finden Sie hier:

 

www.museum-abteiberg.de/index.php

 


Rita McBride, 7 Donkeys, Skulpturenentwurf für den neuen Platz vor dem Minto-Einkaufszentrum, 2014
Animation / Foto: Rita McBride


Rita McBride, 7 Donkeys, Skulpturenentwurf für den neuen Platz vor dem Minto-Einkaufszentrum, 2014
Animation / Foto: Rita McBride


Ansicht, Neupräsentation 2014, Gartenebene mit Werken von Thomas Houseago, Rita McBride, Roni Horn, Gordon Matta-Clark, u.a.
Foto: Uwe Riedel


Neupräsentation 2014, Gartenebene, mit Werken von Joanne Greenbaum, Thomas Houseago, Rita McBride
Foto: Uwe Riedel


Ansicht hohe Galerie, mit einer Arbeit von Hans-Dieter Webel, ohne Titel, 1995
Foto: Uwe Riedel


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