Museum Abteiberg

Geschichte

Die Geschichte des Städtischen Museums Mönchengladbach geht zurück auf das Jahr 1904, nachdem zwei Jahre zuvor der Museumsverein gegründet worden war.
Eine kleine, stadtgeschichtliche, Sammlung zog in die Räume einer ausgedienten Volksschule und von da an wuchsen die Bestände stetig. Durch eine wegweisende Schenkung des gebürtigen Mönchengladbachers Dr. Walter Kaesbach im Jahre 1922 kam das Museum in den Besitz einer qualitativ herausragenden Sammlung des Expressionismus und erhielt somit sein Profil als Museum für zeitgenössische Kunst. 1924 stiftete Oskar Kühlen sein Wohnhaus in der Bismarckstraße 97, in der das Museum bis zur Eröffnung des Neubaus auf dem Abteiberg untergebracht war. Bereits 1937 fiel die Sammlung Kaesbach der reichsweiten Jagd auf die „entartete Kunst“ fast vollständig zum Opfer. Die dadurch entstandenen Lücken konnten trotz vereinzelter Rückkäufe expressionistischer Kunstwerke nach dem Krieg nie mehr geschlossen werden. Aufgrund seines bescheidenen Budgets war es dem Museum nicht möglich, Kunstwerke der klassischen Moderne zu erwerben. Stattdessen legte man den Schwerpunkt verstärkt auf aktuelle Tendenzen. Nicht zuletzt Joseph Beuys hatte seine erste Museumsausstellung in Mönchengladbach. Zero, Nouveau Réalisme und Pop Art wurden unmittelbar in der Zeit ihres Entstehens gezeigt und angekauft.
Seit 1970 erweitert die Sammlung Etzold als Dauerleihgabe die Sammlungsbestände des Museums. Sie definiert sich vornehmlich durch konstruktivistische Tendenzen, Konkrete Kunst und Pop Art. Zur Eröffnung des Museums Abteiberg 1982 gelangten zudem große Bereiche der Sammlung Marx, wie beispielsweise das spektakuläre Objekt „Unschlitt“ von Joseph Beuys, nach Mönchengladbach und blieben weit über die ursprünglich vereinbarte Dauer hinaus bis 1998 im Museum Abteiberg.
Herausragende Neuerwerbungen in den 70er und 80er Jahren waren u.a. Werkkomplexe von Gerhard Richter, Sigmar Polke und Ulrich Rückriem; in den 90er Jahren von Mike Kelley, Franz West, Martin Kippenberger, Dieter Roth und Jonathan Meese.
2002 entwickelte sich die dezentrale Landesgartenschau Euroga 2002+ zu einem wahren Glücksfall für die Stadt Mönchengladbach, da nicht zuletzt der Skulpturengarten des Museums mit Unterstützung des Landes NRW um mehrere Kunstwerke - u.a. von Larry Bell, Dan Peterman, Franz West, Jorge Pardo und Stefan Kern - bereichert werden konnte.